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In Innenstadtbereichen benötigen Fahrzeuge oft eine spezielle Umweltplakette, um einfahren zu dürfen. Ist diese nicht vorhanden, ist die Einfahrt verboten und mit Bußgeldern verbunden.

Hier erfährst du, wer die Plakette im Auto Abo besorgt, was sie kostet, was bei Anbietern aus dem Ausland gilt und was dich das Fahren ohne Plakette kostet.

Eine Stadt inmitten dichter Smog-Wolken.

Die Umweltplakette ist so selbstverständlich geworden, dass man kaum noch an sie denkt. Beim Auto Abo lohnt sich der Blick trotzdem: Du bist nicht der Halter, kümmern musst du dich im Zweifel aber selbst. Sobald du in eine Umweltzone fährst, brauchst du den grünen Aufkleber in der Scheibe.

Wo befinden sich die Umweltzonen

Deutschlandweit gibt es aktuell 35 Umweltzonen (Stand: Dezember 2025). Generell befinden sich diese Umweltzonen in den Zentren großer oder größerer Städte, die höheren Umweltbelastungen ausgesetzt sind. So zum Beispiel in Berlin oder München. Um in diese Zonen einfahren zu können, ist es wichtig, dass die Fahrzeuge wenig Schadstoffe ausstoßen. Daher wurde die „Feinstaubplakette“ eingeführt.

Die Zahl der Umweltzonen sinkt. Das Umweltbundesamt nennt als Grund, dass über 90 Prozent der Fahrzeuge inzwischen die Anforderungen für die grüne Plakette erfüllen. Die Zonen verlieren damit ihre Wirkung. 2024 wurden zudem erstmals an allen deutschen Messstationen sämtliche Grenzwerte für die Luftqualität eingehalten. Viele Städte haben ihre Umweltzone deshalb aufgehoben.

Für dich heißt das zweierlei. Kurzfristig sinkt die Wahrscheinlichkeit, überhaupt in eine Umweltzone zu geraten. Ab 2030 gelten aber deutlich strengere EU-Grenzwerte, und dann könnten Umweltzonen wieder an Bedeutung gewinnen. Wer in der Stadt parkt, sollte ohnehin den Anwohnerparkausweis im Auto Abo im Blick haben — dort stellt sich die Halterfrage genauso wie bei der Plakette.

Wie kannst du deine Feinstaubplakette ermitteln?

Die Umweltplaketten werden in folgende vier Kategorien unterteilt:

Schadstoffgruppe Für folgende Fahrzeuge Emissionsschlüsselnummer Plakettenfarbe
1 Alte Fahrzeuge mit Dieselmotoren
Ottomotoren ohne geregeltem Katalysator
Dieselmotoren: 0-24, 34, 40, 77, 88, 98
Ottomotoren: 0, 03-13, 15, 17, 88, 98
keine Plakette
2 Alte Fahrzeuge mit Dieselmotoren
Ottomotoren nicht vorgesehen
Dieselmotoren: 25-29, 35, 41, 71 rot (RAL 3020)
3 Alte Fahrzeuge mit Dieselmotoren
Ottomotoren nicht vorgesehen
Dieselmotoren: 30, 31, 36, 37, 42, 44-52, 72
Dieselmotoren (PM1)1: 14, 16, 18, 21, 22, 25-29, 34, 35, 40, 41, 71, 77
gelb (RAL 1023)
4 So gut wie alle Benziner mit geregeltem Katalysator
Fahrzeuge mit Brennstoffzelle-, Flüssiggas-, Elektro-, Erdgas- oder Ethanolantrieb
Benziner: 01, 02, 14, 16, 18-70, 71-752, 77
Dieselmotoren: 32, 33, 38, 39, 43, 53-70, 73-75
Dieselmotoren mit Partikelfilter:
PM11: 49-52, 273
PM21: 25, 26, 30, 31, 36, 37, 42, 44-48, 67-70
PM31: 32, 33, 38, 39, 43, 53-66
grün (RAL 6024)

1) PM = Partikelminderungsstufe

2) Im Falle von Gasfahrzeugen nach Richtlinie 2005/55/EG (vormals 88/77/EWG)

3) Laut BMVBS können Fahrzeuge mit der Emissionsschlüsselnummer „27“ bzw. „0427“, einer Klartextbezeichnung „96/69/EG I“ und einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 2.500 Kilogramm nach Nachrüstung eines Partikelfilters der Stufe PM1 die grüne Plakette bekommen (Fahrzeuge unter 2.500 Kilogramm zulässigem Gesamtgewicht erreichen durch Filternachrüstung weiterhin nur „gelb“). Die Sonderregelung ermöglicht die Aufrüstung von „rot“ auf „grün“.

Rechtsgrundlage: Die vier Schadstoffgruppen und die Plakettenfarben regelt die 35. BImSchV (Verordnung zur Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge mit geringem Beitrag zur Schadstoffbelastung vom 10.10.2006, zuletzt geändert 31.08.2015). Die Zuordnung der einzelnen Emissionsschlüsselnummern steht nicht in der Verordnung selbst: Sie wird nach § 5 Abs. 2 vom Bundesverkehrsministerium gesondert im Verkehrsblatt bekannt gemacht.

Um zu wissen, wo die Gebiete beginnen und aufhören, sind in den Gebieten Schilder aufgestellt worden, die anzeigen, dass man in eine Umweltzone fährt und welche Schadstoffgruppe einfahren darf. Wo genau die Zonen verlaufen, zeigt die Umweltzonen-Karte des Umweltbundesamts.

In welche Schadstoffgruppe dein Auto Abo fällt, kannst du über den Plaketten-Rechner der DEKRA ermitteln.

Wird die Schadstoffplakette auch bei Elektroautos benötigt?

Die Antwort ist Ja. Auch bei Elektroautos ist eine Schadstoffplakette erforderlich, selbst wenn das E-Kennzeichen den Antrieb schon anzeigt. Elektroautos werden in die Schadstoffgruppe 4 eingestuft und erhalten die grüne Plakette.

In der Praxis ist das im Abo kein Thema: Die Fahrzeuge sind neu und bekommen die grüne Plakette ohnehin. Wenn du ein Elektroauto im Abo buchst, kommt es also mit Plakette in jede Umweltzone.

Was kostet das Fahren ohne Umweltplakette?

Wer ohne gültige Plakette in eine Umweltzone fährt, zahlt 100 €. Einen Punkt in Flensburg gibt es dafür nicht mehr. Der ADAC nennt denselben Betrag für ausländische Fahrzeuge, die ohne Plakette in einer deutschen Umweltzone erwischt werden.

Wichtig: Das Verbot gilt nicht nur fürs Fahren. Auch wer sein Auto ohne gültige Plakette in einer Umweltzone abstellt, begeht denselben Verstoß.

Im Auto Abo ist das Risiko gering, weil die Fahrzeuge jung sind und die grüne Plakette ohnehin bekommen. Relevant wird es in genau zwei Fällen: bei einem Anbieter mit Sitz im Ausland und wenn die Plakette nach einem Scheibentausch fehlt. Beides erkennst du mit einem Blick auf die Frontscheibe, bevor du losfährst.

Wo du die Plakette bekommst

Als Auto Abo Fahrer brauchst du in der Regel nichts zu tun, da dein Auto Abo bereits vom Anbieter mit einer Umweltplakette ausgestattet sein sollte. Ist das nicht der Fall, frage bei der Abholstation nach oder rufe die Zentrale an. Diese sollten sie dir in kürzester Zeit kostenfrei zusenden können.

Solltest du diese - bspw. weil es ganz schnell gehen muss - selbst organisieren müssen, dann kannst du die Plakette in der Regel in einer Werkstatt erhalten, die Abgasuntersuchungen (AU) durchführt. Falls du noch Zeit hast, die Post abzuwarten, kannst du diese beim TÜV gegen eine Gebühr von aktuell 14,90 € inkl. MwSt. und Versand sowie bei der DEKRA für 19,90 € bestellen. Ist dein Fahrzeug im Ausland zugelassen, verlangt TÜV NORD 19,90 €; die DEKRA verweist auf ihre Auslandsgesellschaften. Benötigt wird dabei in der Regel der Fahrzeugschein, um zu prüfen, in welche Klasse das Fahrzeug einzustufen ist.

Auch bei der Zulassungsstelle oder den anerkannten AU-Stellen bekommst du die benötigte Plakette. Rufe am besten vorher an, ob du die Plakette bekommst, wenn du nicht der Halter vom Fahrzeug bist. Falls nicht, frage nach, ob eine Bestätigung des Auto Abo-Anbieters mit der Information, dass du das Fahrzeug benutzt (Haltererklärung), oder eine Kopie des Mietvertrages anerkannt werden können.

Kosten

Was die Plakette kostet, hängt nicht von der Schadstoffgruppe ab, sondern davon, wo du sie besorgst. Bei der Zulassungsstelle oder einer AU-Werkstatt vor Ort ist sie am günstigsten, im Versand zahlst du mehr: 14,90 € beim TÜV NORD, 19,90 € bei der DEKRA, jeweils inklusive Versand.

Für dich als Auto Abo-Kunde sollte sie kostenfrei enthalten sein, wenn dein Anbieter aus Deutschland kommt. Bei ausländischen Unternehmen, wie bspw. aus Österreich oder der Schweiz, kann dies anders sein, da diese ggf. keine Umweltplakette in ihrem Land benötigen. Daher gehört es bei diesen Anbietern oft nicht zum Standard der Übergabe.

Dauer

Die Umweltplakette hat keine zeitliche Begrenzung. Sie muss einzig erneut ausgestellt werden, wenn die Scheibe durch einen Schaden ersetzt werden muss. Hier sollte die Werkstatt bereits selbst darauf achten, dass diese wieder ins Fahrzeug geklebt wird. Unser Tipp: Wirf im Zweifelsfall dennoch einen Blick auf die Scheibe beim Abholen, falls diese aus Versehen vergessen wurde.

Platzierung der Umweltplakette

Falls du selbst die Plakette anbringst, achte auf die richtige Positionierung. Wichtig ist, dass die Umweltplakette bzw. Schadstoffplakette die Sicht nicht einschränkt und gesehen wird (auch von Geräten). Daher ist die Empfehlung, diese rechts unten (auf der Beifahrerseite) zu platzieren. Der Aufkleber wird dabei von innen an der Scheibe angebracht.

Die Auto Abo-Anbieter

Auf den Websites der Anbieter steht zur Umweltplakette so gut wie nie etwas. Wir haben deshalb direkt nachgefragt. Das Ergebnis:

Anbieter Umweltplakette Hinweis
Avisenthalten
BuchbinderenthaltenLangzeitmiete ab 28 Tagen
dbb autoaboenthalten
Deisenroth & Söhneenthalten
eflatenthalten
Enterpriseenthalten
Europcarenthalten
FAARENenthaltenBeim Partner rückfragen, der zum Modell angegeben ist
FINNenthalten
Hertzenthalten
Instadriveenthalten
Jaguar & Land Rover Subscribeenthalten
KINTO Flexenthalten
MHC Mobilityenthalten
nextmoveenthalten
Roadsurferenthalten
SIXTenthalten
VW Financial Servicesenthalten

Stand der Auskünfte: August 2024, direkt bei den Anbietern erfragt. Wir fragen turnusmäßig nach; bis dahin gilt: Im Zweifel kurz beim Anbieter nachhaken, das kostet einen Anruf.

Fehlt die Plakette bei einem dieser Anbieter doch einmal, fordere sie bei der Abholung oder telefonisch bei der Station an.

Bei den beiden Anbietern mit Sitz im Ausland musst du selbst tätig werden. Die deutsche Umweltplakette bekommst du in Österreich beim ÖAMTC für 6 € als Mitglied und 12 € als Nicht-Mitglied.

Fazit

Bei einem deutschen Anbieter musst du dich um die Umweltplakette in aller Regel nicht kümmern. Sie klebt bereits in der Scheibe, und weil Abo-Fahrzeuge jung sind, ist es fast immer die grüne.

Zwei Fälle bleiben, in denen du selbst aktiv werden musst. Erstens, wenn der Anbieter seinen Sitz im Ausland hat — dort ist die Plakette kein Standard bei der Übergabe. Zweitens, wenn die Scheibe nach einem Schaden getauscht wurde und die Werkstatt die Plakette nicht erneuert hat.

Ruf in beiden Fällen zuerst beim Anbieter an, bevor du selbst eine bestellst. Er ist der Halter, und die Klärung über ihn ist meist schneller und günstiger als der eigene Weg über TÜV oder DEKRA.

Planst du Fahrten ins Ausland, prüfe die dortigen Regelungen zu Umweltzonen getrennt. Die deutsche Plakette gilt dort nicht.

Torsten Boob
Autor
Torsten

Betreiber und Redakteur von abofahren.de. Beobachtet den deutschen Auto-Abo-Markt seit 2019.


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